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Wie wär's mit einer Microsoft-freien Zone?

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Um mir jeden denkbaren Ärger zu sparen, machte ich dann eine komplette Neuinstallation aller Komponenten außer PC-Xware, das hatte ich davor ja kaum benutzt, das konnte ich mir also schenken. Und dann fiel mir ein, dass ich ohne die Installation von PC-Xware ja überhaupt nicht per ftp an den Unix-Rechner kommen würde! Ich glaube, die Wellen waren in diesem Moment schon ganz hübsch am Rumpeln, denn »das bisschen Kram«, das wirklich wichtig war, holte ich mir anschließend per Floppy rüber, so sehr hatte ich die Nase inzwischen schon voll.

Tja, und das war dann der Zustand, den ich eingangs erwähnt hatte, mit dem ich »ganz gut leben« konnte, also Windows runter- und wieder hochfahren, um T-Online oder WWW zu machen, ansonsten aber nach dem Booten bzw. Start von Windows T-Offline lieber gleich ganz zu beenden, sonst streikt vielleicht der ISDN-Anrufbeantworter. Wie gesagt, ich konnte gut damit leben, der PC auch, er lief oft mehrere Tage durch, es sei denn, ich brauchte ihn zwischendurch mal für Linux, dann hauptsächlich als Postscript-Previewer. Ab und zu schien sich zwar mal was zu verklemmen, mal ging der Bildschirmschoner nicht mehr, mal streikte doch wieder der Anrufbeantworter, mal kam Netscape nur mit Mini-Fensterchen daher und wenn ich die zum dritten oder vierten Male größer zog, schmierte Windows typischerweise ab. Na ja, also ich habe es nicht genau aufgeschrieben, aber mehr als ein paar Tage am Stück schienen W3.11 nicht so gut zu bekommen. Seltsam nur, dass mein ISC-Unix monatelang durchlaufen konnte, ich schaltete den Rechner eigentlich nur ab, wenn ich mal eine Woche oder mehr weg war...

Und dann kam eines Tages die frohe Kunde von der Telekom, mit T-Online bzw. dem WWW-Zugang würde jetzt alles schöner, besser, schneller, breiter, höher... aber nicht etwa teurer sondern billiger — klar, dass ich jeden Tag neugierig in den Briefkasten guckte, ob denn die CD schon da sei. OK, ich will ehrlich sein: Ich fand an der Neuerung auch den PPP-Zugang gut, bedeutete der doch, dass ich nun eine reelle Chance haben würde, mit Linux über T-Online ins WWW zu gehen. Aber vorerst war das noch Zukunftsmusik.

Kaum hielt ich die neue T-Online Software in Händen, installierte ich sie auch schon. Und danach ging nichts mehr. Nein, halt, langsam. Natürlich ging noch alles, nur war T-Online nun grundsätzlich der Meinung, dass der Speicher nicht reiche.

Zu wenig DOS-Speicher!
Optimieren Sie Ihre CONFIG.SYS und AUTOEXEC.BAT.

Das war der lakonische Ratschlag — egal wie und was ich zuerst startete, diese Meldung kam jetzt immer.

Da fiel mir MEMMAKER wieder ein.

Diesmal hatte ich ja auch nicht soundsoviele toll strukturierte, über Boot-Menüs auswählbare Konfigurationen sondern nur die eine, also sollte das kein Problem sein. Und richtig, kaum gestartet legte MEMMAKER auch schon los, das heißt, erst kam noch so eine unangenehme Frage, ob ich denn Programme verwende, die den »Erweiterten Speicher« benötigen. Ganz kurz fühlte ich mich wie bei der spanischen Inquisition, der peinlichen Befragung. »Ja woher soll ICH denn das wissen«, dachte ich mir, »diese PC-Software macht doch eh zu was sie Lust hat!« Das Handbuch war hier einerseits karg und andererseits wortreich... man könne ja erst mal so antworten und das dann hinterher auch wieder ändern, also wenn manche Programme nicht laufen würden. Und während der MEMMAKER dann seine Pflicht tat, rezitierte er zwar keine Gedichte, berichtet aber immerhin voller Stolz etwas von 10, nein 150, nein 2000, nein, ich glaube zum Schluss waren es um die 400.000 (vierhundertausend!) Konfigurationen, die er jetzt berücksichtigt habe.

»Na«, dachte ich mir, »da muss eine alte Frau aber lange für stricken, ist doch toll, was die Microsoftler da so alles auf die Beine stellen, da haben sie mir jetzt doch jede Menge Arbeit gespart.« Ich meine, so viele Konfigurationen, vierhunderttausend-ungrad, die hätte ich doch mein Lebtag nicht zusammengekriegt — ich, der ich nicht mal »Expandend« und »Extended Memory« auseinanderhalten kann! Andererseits konnte ich da wohl schon die sich zum großen Stoß kummulierenden Wellen fühlen, ganz bestimmt, denn eigentlich empfand ich diese Meldungen als eine unglaublich blöde Protzerei, die dem armen Windows-Junkie vorgaukeln sollen, zu was für tollen Sachen die Microsoftware doch in der Lage ist.

Allein, obwohl nach MEMMAKER etwas mehr Speicher da zu sein schien als vorher — wenn ich die Ausgaben richtig interpretiert habe und mein Alzheimer jetzt, wo das alles keine Rolle mehr spielt, nicht schon über derart unnütze Details den Mantel des Vergessens breitet — also trotz MEMMAKER lief T-Online immer noch nicht, selbst nachdem ich die Autostart-Gruppe ganz leer gemacht und T-Online als einziges Programm per Hand gestartet hatte:

Optimieren Sie Ihre CONFIG.SYS und AUTOEXEC.BAT.

Na Klasse -- 16 MB sind nicht genug!

Ja, ja ich weiß, es geht hier um die 640 KB von DOS, aber mittlerweile sind das für mich keine »mildernden Umstände« mehr, die ich bei meinem Urteil berücksichtigen könnte. Stellen Sie sich doch mal vor, Sie waren in einem Lokal toll und schick essen und müssen dennoch in die Küche zum Tellerwaschen. Gut, sie hatten zwar genug Bares im Geldbeutel, aber der Kellner besteht darauf, dass Sie die Rechnung in Fünfmarkstücken bezahlen. Zwar hatten Sie auch von dieser komischen Sitte gehört und sie waren sogar der Meinung, sie hätten genug Fünfer dabei, aber dann kam dieser Rosenverkäufer und im Überschwang der Gefühle — oder war es der Wein? — haben Sie ihrer netten Begleitung nicht nur eine sondern gleich drei rote Rosen geschenkt, es war ja auch nicht das erste sondern das dritte Treffen mit ihr ... und leider haben Sie dann mit ein paar Fünfern bezahlt, das waren wohl genau die, die jetzt fehlen. Tja, so ist das halt, da hat man die Hunderter einstecken und der Kellner will nur Fünfer. Also nix mit gemütlichem Tête-à-tête, jetzt erstmal ab in die Küche!

Aber ich hatte ja noch ein paar Schuss frei, da gab es ja noch einige MEMMAKER-Optionen, an denen ich vielleicht drehen konnte. Ich gebe zu, ich verstand sie nicht alle, nein, noch mehr, ich gebe zu, ich verstand fast überhaupt nichts von dem, was ich machte, aber die Wellen hatten sich nun schon überdeutlich aufaddiert und mein Geduldsfaden war wohl nahe dem Ende... vielleicht wollte ich es letztendlich so, wie es dann auch kam. Immerhin hatte das Handbuch ja wenigstens zu einer Option, nämlich wegen dem Dingsda-Speicher — ... zwei Staaten, deren Namen sich in nur einem einzigen Buchstaben... Sie erinnern sich? — also das Handbuch hatte dazu ja gesagt, man könne ja erst mal so und dann, wenn das System nicht liefe oder »ungewöhnliche Meldungen« erscheinen würden, dann könne man auch wieder andersrum.

Ja meine Herren — und meine Damen natürlich auch — ungewöhnliche Meldungen! Glaubt denn einer, ich würde den ganzen Mist lesen, den mir die Kiste da beim Booten vorbrabbelt? Was weiß ich, was »normal« und was »ungewöhnlich« ist — mehr noch, einiges blitzt ja nur kurz auf und ist dann gleich wieder weg! (Ja, ich weiß, man kann da so eine F-Taste drücken und dann alles einzeln bestätigen.) Aber »ungewöhnliche Meldungen« — ich verstehe ja noch nicht mal die gewöhnlichen! Doch ich will fair sein, mich mit Schuldzuweisungen zurückhalten; ich hätte vielleicht ein bisschen vorsichtiger sein können, hätte nicht unbedingt immer auf die Fragen von MEMMAKER sagen sollen, »ja-ja, schon gut, läuft schon alles«.

Andererseits muss man auch verstehen, ich wollte doch nur das Eine — nämlich endlich, endlich die neue T-Online Software ausprobieren. Ich wurde doch von Minute zu Minute heißer darauf. Der Prospekt lag vor mir auf dem Schreibtisch und jedesmal wenn der MEMMAKER eine neue Höchstleistung erbrachte hinsichtlich der Anzahl der »Konfigurationen«, die er dieses mal wieder »berücksichtigt« hatte, schaute ich gar nicht mehr auf den PC-Bildschirm sondern blätterte im Telekom-Prospekt... was da jetzt nicht alles toller und besser als vorher war! (Ich sagte ja eingangs schon, die neue Telekom-CD war der Anlass, wenn auch nicht die Ursache...)

Also nu' mach' mal, MEMMAKER!

So oder so ähnlich dachte ich mir, doch nach wie vor ging nichts und immer öfter meinte MEMMAKER, meine CONFIG.SYS sei bereits optimal... während die T-Online-Software mir riet, die CONFIG.SYS zu optimieren. Da sitzt man dann als armer Looser zwischen den Stühlen... und dann, auf einmal passierte es:

Nichts ging mehr, bzw. Windows startete nicht mehr.

Wenn nicht etwas später meine Entscheidung gefallen wäre — oder vielleicht war sie auch schon in diesem Moment gefallen, es ist wohl jedem klar, dass der Hauptimpuls, gebildet durch diese ganzen, sich überlagernden Wellenzüge, nun wirklich kommen musste — dann könnte ich jetzt, wo ich das schreibe, nochmal den PC einschalten und nachsehen, mit welcher Meldung genau Windows den Dienst verweigerte. Ich könnte sogar nochmal ganz nassforsch sein und win/s starten, denn inzwischen ist mir eingefallen, dass das früher manchmal geholfen hat, wenn Windows nicht wollte. Aber es ist mir jetzt so egal, warum Windows nicht mehr will, so etwas von egal...

Ich weiß nicht mehr, welche Meldung es war, ich weiß auch nicht mehr, ob — während ich noch vier, fünfmal den MEMMAKER gestartet hatte, um meine vermutlich für das Problem verantwortlichen, »inkompetenten Angaben« nach bestem Wissen und Gewissen zurückzudrehen — das arme kleine Windows die Arbeit immer mit der selben Begründung verweigerte oder ob es wechselnde Meldungen waren. Ganz dunkel glaube ich, dass eher letzteres der Fall war und dass zum Teil auch unvollständige, verstümmelte Meldungen erschienen, aber welche Rolle spielt das jetzt eigentlich noch? Es ist ja kaum der Milchsäureumsatz zu rechtfertigen, den es kostet, darüber nachzudenken bzw. diesen Satz hier einzutippen...

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